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Workcamp 

Vorbereitung:
Für die Teilnahme an einem Workcamp in unserem Verein benötigen Sie eine intensive Vorbereitung. Deshalb ist eine frühzeitige Anmeldung notwendig (mindestens zwei Monate vorher). Sie werden von uns sowohl auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet, als auch mit allgemeinen Informationen zu Gesundheit, Sicherheit, Besonderheiten im Land und der Menschen versorgt. Von fachkundigen Referenten/Innen erhalten Sie außerdem wichtiges Hintergrundwissen.

Aufgaben:
Je nachdem, welche Projekte aktuell am dringendsten sind, bekommen Sie von uns konkrete Aufträge. Diese erfüllen Sie zusammen mit den anderen Teilnehmern und mit Hilfe der Campleitung, die von einem unserer Mitglieder aus Deutschland übernommen wird. Typische Aufgaben sind z.B. die Umsetzung und Dokumentation von Bauvorhaben, der Kauf von Schulmaterialien für die Patenkinder. Auch die aktive Teilnahme am Alltag der Samburufrauen sowie deren Unterstützung ist Teil des Workcamps. Sie können am Unterricht in den verschiedenen Schulen teilnehmen und eine Freizeitgestaltung für die Kinder organisieren. Wir wünschen uns von Ihnen, dass sie bereits bei der Planung der Projekte aktiv beteiligt sind, um die konkreten Zusammenhänge zu verstehen und vermitteln zu können. Während des Aufenthaltes werden Sie von der Campleiterin betreut und angeleitet. Zusammen mit den anderen Teilnehmern können Sie so die Bedingungen hautnah kennenlernen. Sie müssen in der Lage sein, selbstständig zu arbeiten und über ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein, Flexibilität und Durchsetzungsvermögen verfügen.
lehramtsstudentin bei der Organisation eines Sportfestes an der Gir-Gir-Primary (2009)
Bedingungen:
Vor Ort
Die Unterbringung erfolgt in einem Zeltcamp in einem Dorf nahe der Kleinstadt Archers Post in Zentralkenia. Die Gruppe versorgt sich selbst, d.h. es wird am Lagerfeuer gekocht, selbst gewaschen, Wasser vom Fluss geholt usw.. Die Lebensbedingungen sind sehr einfach, es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser. Sie sollten deshalb belastbar sein und auf die Vorzüge unseres Lebens verzichten können. Sie werden in den Dorfalltag integriert und sollten sich aktiv daran beteiligen. Die Samburu sind überaus gastfreundlich und versuchen Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, uns ist es jedoch wichtig, die Menschen nicht zu belasten.
Einkaufsmöglichkeiten verschiedener Art gibt es im nahe gelegenen Archers Post. Mobiltelefone funktionieren, allerdings sind die Kosten für ein Telefonat ins Ausland sehr hoch.
Kosten und Leistungen Die Workcamps finanzieren sich selbst, d.h. in den Kosten sind neben den eingeschlossenen Leistungen auch Gelder für kleinere Projekte enthalten.

Die Kosten betragen pro Teilnehmer: 1300 €

Im Preis enthalten sind:

1.) Hin- und Rückflug (Hamburg – Nairobi – Hamburg), inkl. Reiserücktrittsversicherung 
2.) Visum (Pass muss mind. 6 Monate über den Reisezeitraum gültig sein)
3.) Transfer vom/zum Flughafen zum/vom Hotel in Nairobi
4.) 2x Übernachtung in Nairobi
5.) Transfer von Nairobi nach Archers Post
6.) Unterkunft in einem Zeltcamp in Samburu (einheimische Bedingungen!)
7.) Transfer von Archers Post nach Nairobi
8.) Lebensmittel (einheimisches Essen!)

Im Preis nicht enthalten sind:
1.) Gesundheitliche Vorsorge
2.) Transfer zum/vom Flughafen in Deutschland nach Hause
3.) Persönliche Aufwendungen/Freizeitgestaltung
4.) Getränke

Zeitpunkt / Zeitraum
Das Workcamp wird in der Regel zweimal pro Jahr angeboten, einmal im Frühjahr und einmal im Sommer. Da die Teilnehmerzahl auf 6 begrenzt ist, ist eine frühzeitige Anmeldung unbedingt notwendig. Ihr Aufenthalt in Kenia umfasst mindestens drei Wochen. Ein anschließender Erholungsaufenthalt ist auf Wunsch auf eigene Kosten möglich. Die ersten drei verbringen sie im Zeltcamp und arbeiten dort an Projekten. Eine Freizeitgestaltung gibt es natürlich auch während dieser Zeit. Unter anderem besteht die Möglichkeit, den nahe gelegenen Samburu-Nationalpark zu besuchen, eine Fahrt nach Wamba, Meru oder Nanyuki zu unternehmen und von den Frauen im Dorf Unterricht in traditioneller Schmuckgestaltung, Schnitzkunst, sowie Tänzen und Gesängen zu erhalten.

Voraussetzungen / Auswahlverfahren
Grundvoraussetzungen sind Interesse an anderen Kulturen und Lebensweisen, ein hohes Maß an Toleranz und Akzeptanz sowie das Einlassen auf die dortigen Bedingungen. Das Mindestalter beträgt 20 Jahre, gute Englischkenntnisse sind notwendig. Auslandserfahrungen, speziell in Afrika, sind von Vorteil aber keine Bedingung. Aufgrund vieler Anfragen sollten Sie sich möglichst frühzeitig anmelden. Im Vorfeld ist es uns sehr wichtig, Sie näher kennen zu lernen und intensiv auf das Workcamp vorzubereiten, mindestens zwei persönliche Kontakte in Rostock sind üblich.

Bewerbung:
Wenn Sie sich für die Teilnahme an einem Workcamp interessieren, füllen Sie bitte den Informationsbogen Workcamp aus und senden ihn per Post, Fax oder E-Mail an uns. Wir werden dann umgehend Kontakt mit Ihnen aufnehmen. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
 

 

 

Häufig gestellte Fragen zum Workcamp im Samburuland 

Wie erfolgt die Vorbereitung auf das Workcamp?
Bei persönlichen Treffen erhalten Sie von uns zunächst allgemeine Informationen über das Workcamp, wie Organisation und Ablauf der Reise, Ansprechpartner, medizinische Versorgung, kulturelle Besonderheiten etc. Während eines Vorbereitungstreffens können Sie die anderen Workcampteilnehmer kennen lernen und bekommen genaue Angaben zur konkreten Workcampaufgabe.

Wie hoch sind die Kosten für das Workcamp?
Der Verein erhebt für das Workcamp keinerlei Gebühren. Es fallen jedoch diverse Kosten an, die vom Teilnehmer zu tragen sind. Wir empfehlen, die Möglichkeit einer finanziellen Förderung, etwa beim Deutschen Akademischen Austauschdienst oder ähnlichen Organisationen, zu prüfen. 
Die Kosten betragen pro Teilnehmer: 1300 €

Besteht die Möglichkeit von Zuschüssen?
Da der Verein sämtliche Spendengelder zu 100% in die Projekte in Kenia investiert, kann von dieser Seite keine Bezuschussung erfolgen. Je nach persönlicher Situation lohnt es sich, einen Zuschuss bei Stiftungen zu beantragen, die Praktika fördern. Studenten im Hauptstudium können beispielsweise beim Deutschen Akademischen Austauschdienst einen Antrag stellen.

Welche Impfungen sind notwendig / empfohlen?
Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder bei der reisemedizinischen Beratung! Meist halten auch Krankenkassen Informationen dazu bereit. Auch das Auswärtige Amt stellt oft Informationen zur Verfügung. Grundsätzlich liegt die medizinische Vorbereitung in der Verantwortung des Teilnehmers selbst.

Welche Sprachkenntnisse sind erforderlich?
Englischkenntnisse sind absolut notwenig. Kisuaheli ist vorteilhaft, aber keine Bedingung. Wichtig sind ein offensives Umgehen mit sprachlichen Barrieren, Mut zur Improvisation sowie die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen.

Wie erfolgen Organisation und Ablauf des Fluges?
Die gesamte Gruppe fliegt zusammen von Deutschland (meist Berlin) nach Nairobi. Die Buchung der Flüge erfolgt über den Verein.

Wie bewerbe ich mich für das Workcamp?
Wenn Sie sich für ein Workcamp interessieren, füllen Sie bitte den Informationsbogen Workcamp aus und senden ihn per Post, Fax oder E-Mail an uns. Wir werden dann umgehend Kontakt mit Ihnen aufnehmen. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Was sollte zur Sicherheit mitgenommen werden?

Auf jeden Fall sollten die üblichen Notfallmedikamente gegen Schmerzen, Durchfall und Übelkeit mitgenommen werden. Sinnvoll sind auch Einwegspritzen, die im Notfall von einem Arzt verwendet werden können, wenn keine sterilen Spritzen zur Verfügung stehen. Zu empfehlen sind weiterhin Gummihandschuhe, Mückenschutz, Moskitonetz (kann auch in Kenia gekauft werden), persönliche Hygieneartikel, Feuchttücher zum schnellen Händereinigen zwischendurch sowie eine Taschenlampe. Fragen Sie auch Ihren Arzt für weitere Tipps zur Reiseapotheke.

Wie komme ich vom Flughafen in das Samburu - Gebiet?
Die Gruppe wird die erste Nacht in Nairobi verbringen und am nächsten Tag mit einem Kleinbus nach Archers Post gefahren, die Organisation übernimmt der Verein.

Wo und wie bekomme ich Bargeld?
Am Flughafen in Nairobi, aber auch in Isiolo, etwa eineinhalb Stunden mit dem Bus von Archers Post, gibt es Banken. Dort kann problemlos Geld getauscht oder Visa bzw. EC-Karte zum Geldholen genutzt werden. Bitte kontaktieren Sie rechtzeitig vor Reiseantritt Ihre Bank, um sicherzustellen, dass Ihre Karten vor Ort akzeptiert werden und wie hoch der aktuelle Wechselkurs ist.

Welche Aufgaben erwarten mich?
Vor Reiseantritt werden alle Aufgaben genau besprochen und vorbereitet. Unter anderem besuchen Sie die Patenkinder und kaufen Sachen für sie ein. Sie dokumentieren die Entwicklung und bezahlen das Schulgeld. Gegebenenfalls sind Sie an kleineren Projekten, wie z.B. Bauvorhaben, beteiligt. Außerdem sind kleine Unterrichtseinheiten in den Schulen möglich. Bei allen Aufgaben werden Sie von der Workcampleitung unterstützt. Auf Wunsch können Sie auch eine Beleg- oder Diplomarbeit schreiben oder eigene Ideen umsetzen.

Wie erfolgt die Unterbringung?
Das Dorf Nachami liegt in der Nähe der Stadt Archers Post im Samburu-Distrikt nördlich des Mount Kenia. Die Unterbringung der Gruppe erfolgt unter einfachen Bedingungen in einem Zeltcamp in der Nähe des Dorfes. Es gibt einen Schattenunterstand, ein Duschhäuschen, Wellblechtoiletten sowie eine Feuerstelle. Strom und fließendes Wasser sind im gesamten Dorf und im Camp nicht vorhanden. Die Versorgung erfolgt durch die Gruppe selbst; täglich muss Wasser vom nahe gelegenen Fluss geholt und am offenen Feuer gekocht werden. Die Lebensmittel werden in Archers Post gekauft. Es gibt z.B. Nudeln, Kartoffeln, Reis, Ziegenfleisch, Brot, Milch, Tee. Sie werden also das aus unserer Sicht einfache Leben der Menschen hautnah kennen lernen und miterleben. Die Schulen liegen nur wenige Gehminuten vom Camp entfernt.

Wie verhalte ich mich vor Ort?
Sie vertreten als Workcampteilnehmer den Verein vor Ort. Eine kooperative Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung und den Schulen ist sehr wichtig. Unser Ziel ist es nicht, die Menschen zu bevormunden, ihre Vorstellungen zu bewerten oder sie von unseren Ansichten zu überzeugen. Gerade in kritischen Fragen wünschen wir uns von Ihnen Zurückhaltung und Feingefühl. Sie werden häufig sehr armen Menschen begegnen, die Sie um Hilfe bitten. Wir empfehlen Ihnen, auch hier zurückhaltend zu sein.
Telefon / Internet / Handy
Archers Post hat keinen Telefonanschluss, es gibt aber Mobilfunkempfang. Ob Sie Ihr Handy verwenden können, erfahren Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter. Es gibt SIM Karten zu kaufen, die eventuell in Ihr Handy passen. Fax, Internet und Festnetztelefonie stehen in Isiolo zur Verfügung. Akkus für elektronische Geräte kann man in Archers Post, in einigen Geschäften mit Generator aufladen lassen.

Wo finde ich einen Arzt?
In Archers Post gibt es eine kleine Krankenstation, ein größeres Krankenhaus befindet sich in Isiolo.

Wie ist die Sicherheitslage vor Ort?
Nach den Ausschreitungen Anfang 2008 ist das Thema Sicherheit wieder eine wichtige Frage geworden. Viele Menschen in Kenia sind sehr arm, Ausländer gelten allgemein als wohlhabend. Die größte Gefahr sind daher Taschendiebstähle. Sie sollten vor allem in Isiolo vorsichtig sein und sich an die Hinweise und Warnungen der Einheimischen halten. Die Dorfbewohner fühlen sich für Sie verantwortlich, daher sind die Gefahren im Dorf und im Camp gering. Nachts wird die Gruppe bewacht. Bei Dunkelheit sollten Sie nicht allein unterwegs sein. Eine allgemeine Vorsicht ist stets angebracht.

Wie kann ich mit ehemaligen Teilnehmern in Kontakt treten?
Dies ist über den Verein möglich. Schreiben Sie eine kurze E-Mail.

Bekomme ich ein Praktikumszeugnis?
Nach Ihrer Rückkehr erhalten Sie ein Zeugnis mit Angabe der Tätigkeiten vom Verein, das Sie als Bestätigung fürs Studium oder für Bewerbungen nutzen können.

Was für Dokumentationen muss ich anfertigen?
Im Anschluss an das Workcamp wünschen wir uns einen Bericht über Ihre Reise, Ihre Eindrücke und Erfahrungen vor Ort. Einzelheiten dazu werden auch vor Reiseantritt genau besprochen.

Nach dem Workcamp...
Natürlich würden wir uns freuen, wenn Sie auch weiterhin den Verein und unsere Arbeit unterstützen. Eine weitere ehrenamtliche Mitarbeit oder Mitgliedschaft im Verein ist jederzeit möglich.